Nicht im Spiel und Tor verhindert

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Eine kuriose Geschichte, diesmal aus dem Frauenfussball. Beim Spiel Lok Leipzig gegen Kiel bekommt eine Spielerin, die gar nicht auf dem Platz steht, eine gelbe Karte. Soweit ist das nicht außergewöhnlich, die Regel ist bekannt. Schon etliche Male haben Auswechselspieler Platzverweise kassiert, z. B. weil sie Trinkflaschen auf exzentrische Trainer warfen. Hier war es aber keine Tätlichkeit.

Denn die Kielerin Justine Pank läuft allein auf die Leipziger Torhüterin Carolin-Sophie Härling zu. Die kriegt den Ball nicht unter Kontrolle, er rollt auf die Torlinie zu. Doch die Ersatztorhüterin Griseldis Meißner springt für ihre geschlagene Kollegin in die Bresche. Sie macht sich gerade hinter dem Tor warm, rennt aufs Spielfeld und schlägt den Ball vor der Torlinie weg. Gelbe Karte und: natürlich auch kein Tor.

Schiedsrichterin Imke Meinerling war wohlinformiert und handelte absolut regelnkonform.Unter Regel 12, Punkt 18 der Erläuterungen des DFB, die verbotenes Spiel und unsportliches Betragen sanktionieren, steht geschrieben: “Betritt ein Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler unerlaubt das Spielfeld und erreicht durch das Wegspielen des Balles, dass ein Tor verhindert wird, so gibt es einen indirekten Freistoß an der Stelle, wo bei der Unterbrechung der Ball war und der Spieler wird lediglich verwarnt”.

Das Spiel geht 2:1 für Lok Leipzig aus. Kiel hätte mit dem Tor zumindest einen Punkt gerettet. Leipzig hingegen behält die drei Punkte zuhause. Die gelbe Karte war dafür kein hoher Preis… sollte man sich vielleicht mal merken, für wichtige Spiele…

(via fussball.de)

Das längste Fussballspiel: 35 Stunden

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Ein Spiel dauert 90 Minuten. So lautet eine der wohl bekanntesten Fussballweisheiten von Sepp Herberger. Manchmal auch ein bisschen länger, möge der ein oder andere Dusel-Bayer ergänzen. Und am Ende gewinnen immer die Deutschen, weiß Matthias Sammer. An die 35 Stunden, die ein Match in Bishops Cleeve, Gloucestershire zwischen den Cotswold All Stars und dem Cambray FC dauerte, kommt man so schnell aber wohl nicht heran. Das Spiel steht als längstes Fussballspiel der Geschichte im Guinessbuch der Rekorde.

Die beiden englischen Teams aus der regionalen Kirchen-Liga traten für einen guten Zweck gegeneinander an. Mit dem gesammelten Geld wurde eine Schule in Indien gebaut. Am Ende hieß es 333:293 für die All Stars von Cotswold. Jeweils 18 Spieler gingen für den Rekord und den guten Zweck an ihre Grenzen. Denn es gab strenge Regeln: 3 Stunden musste jeder am Stück auf dem Platz stehen, bevor gewechselt werden konnte. Wer nicht spielte, durfte den Sportplatz trotzdem nicht verlassen. Ausgeruht wurde sich in Zelten. Über Nacht setzte aber so starker Regen ein, dass morgens um 6:30 Uhr abgebrochen werden musste.

Machte aber nix, denn der Rekord war da gerade in der Tasche. Ebenso wie die 35.000 Euro für die Schule in Indien

(via rp-online)

Der falsche Nationaltrainer

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Das insbesondere die kleinen Fussballnationen sehr gern altgediente europäische Ex-Profis als Nationaltrainer verpflichten, ist bekannt. Und so ist es auch bei der kleinen Inselgruppe der Seychellen – übrigens auch ein beliebter Urlaubsort. Und so kommt zusammen, was offenbar zusammengehörte. Im September verpflichtete der seychellische Fussballverband SFF das schottische Idol „Andy Mo“, einst umjubelter Abwehrrecke aus Manchester. Er weilte im Urlaub auf den Seychellen. Nun, zumindest glaubte man beim SFF, man hätte Andrew „Andy Mo“ Morrison verpflichtet.

Denn nun kommts: Der verpflichtete Trainer ist ebenfalls Schotte und tatsächlich auch Trainer. Er heißt sogar Morrison, und auch Andrew mit Vornamen. Aber er trug nie den Spitznamen „Andy Mo“. Hat einen einfachen Grund. Er ist nämlich gar nicht „Andy Mo“. Das hielt ihn aber nicht davon ab, dennoch mit dem seychellischen Verband über einen Vertrag zu verhandeln. Herausgekommen ist ein Zweijahresvertrag, an dessen Ende sich die Seychellen endlich für die Afrikameisterschaft qualifizieren sollen. Herausgekommen ist aber auch: der vermeintliche „Andy Mo“ ist gar nicht „Andy Mo“. “Wir dachten, wir bekommen den richtigen Andy Morrison”, erklärt der ent- und getäuschte Verbandspräsident Suketu Patel, “stattdessen haben wir einen Hochstapler verpflichtet”.

Aufgeflogen ist diese lustige Geschichte durch den zweiten Vornamen, denn durch den unterscheidet Andrew Morrison sich von seinem Namensvettern. Während der echte „Andy Mo“ nämlich Charles heißt, nennt sich der glückliche neue Trainer der Seychellen Amers. Doch es spricht für den seychellischen Verband, dass er, anders als so mancher Fussballprofi der Neuzeit, zu seinem Vertrag steht. Andrew Amers Morrison darf sich nun zumindest sechs Monate beweisen. Wie eine ganz normale Probezeit sozusagen.

(via fussball.de)

Die seltsamste Rückennummer: 1+8

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Die wohl seltsamste Rückennummer eines Fussballers geht auf Iván Luis Zamorano Zamora zurück. Eine der Stationen des ehemaligen chilenischen Nationalspielers war Inter Mailand, wo er von 1996 bis 2001 insgesamt 102 Spiele absolvierte. Einige davon mit einer besonders seltsamen Rückennummer, nämlich 1+8.

Wie kam es dazu? Im Sommer 1997 verpflichtete Inter Ronaldo. Ronaldo sollte die Rückennummer 9 bekommen. Die war schon an Zamorano vergeben, der daraufhin zurückstecken musste. Zamorano bekam die Nummer 18 zugewiesen, Ronaldo die Nummer 9 von Zamorano. Inter vergab damals keineswegs zweimal die Nummer 9, die mitunter zu lesen ist. Aber Zamorano wollte nicht auf seine Lieblingsnummer verzichten und druckte sich kurzerhand ein “+” Zeichen zwischen die 1 und die 8 seiner Nummer 18. So hatte er zumindest streng mathematisch wieder seine Nummer 9.

(via wikipedia)

Wahnsinn: Fehlschüsse das Jahres 2010

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YouTube ist ein wahres Mekka für lustige Fussballfehlschüsse. Und auch aus der Bundesliga kennen wir etliche wahnwitzige Fehlschüsse. Der aktuellste aus der Saison 2010/2011 ist wohl der Fehlschuss des Dortmunders Jakub “Kuba” Błaszczykowski gegen Freiburg. Er traf aus fast zentraler Lage aus etwa elf Metern das leere Tor nicht (Video bei YouTube). Zugegeben, der Ball sprang vorher doof auf.

Es gibt Dutzende solcher lustigen Fehlschüsse. Ich glaube aber, einsam an der Spitze der Tordeppen 2010 stehen diese griechischen Kollegen. Innerhalb weniger Sekunden schaffen es Nikolaos Georgiadis, Serginho und Dimitrios Machaira vom griechischen Zweitligisten Veria FC doch tatsächlich, mehrere hundertprotzentige Chancen an Pfosten und Latte zu hauen. Achtet mal auf die Reaktionen des Gegners. Die können es kaum fassen.

Viel Vergnügen mit den Tordeppen des Jahres 2010: YouTube Video.

Spiel in Brasilien endet 0,5:0

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Eine unglaublich kuriose Geschichte, aber ganz offensichtlich wahr. Die Geschichte bringt uns nach Brasilien in den Bundesstaat Paraíba, irgendwann in den 1940er Jahren. Elfmeter für die Heimmannschaft beim Stand von 0:0. Der Mittelstürmer läuft an, schießt und… die Naht des damals noch handgenähten Fussballs platzt. Während die Luftblase irgendwie ins Tor fliegt, trudelt die leere Lederhülle daran vorbei.

Was nun? Der Schiedsrichter, von Spielern und Zuschauern bedrängt, entschied tatsächlich auf ein halbes Tor. Bis zum Schluss erzielte keines der Teams ein weiteres Tor und somit endete das Spiel 0,5:0 für das Heimteam. Kurios! Heute würde der Schiedsrichter wohl auf Wiederholung des Strafstoßes entscheiden, vermute ich.

(via brasilienportal.ch, auch in: Wolfgang Hars: Die wundersamsten Fussballirrtümer und Legenden)

Rekord: Sieben Jahre auf falschen Pass

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Sind wir doch mal ehrlich. Wer hat es nicht erlebt: in der D-Jugend Kreisliga wird ein C-Jugend Spieler eingesetzt, der kurzerhand auf dem Pass des Kumpels spielt, der ihn am ähnlichsten sieht. Oder ein Neuling spielt mal eben auf dem Pass eines gemeldeten Spielers. Natürlich nur solange, bis sein eigener Pass da ist. Aber ein mulmiges Gefühl hat man dabei schon. Ist aber irgendwie auch egal, in der D-Jugend Kreisliga.

Nicht aber in der ersten Liga Ecuadors. Und dennoch schaffte es dort ein Spieler, den vermutlichen Weltrekord im Spielen auf einem fremden Pass aufzustellen. Angel Cheme Ortiz (geboren am 19.11.1981) spielte stolze sieben Jahre unter dem Namen Gonzalo Javier Chila Palma (kurz: Gonzalo Chila). Gonzalo Chila gibt es wirklich. Er und Angel Cheme Ortiz nahmen vor sieben Jahren an einem Probetraining teil. Dummerweise hatte Angel Cheme Ortiz seinen Ausweis vergessen. Kurzerhand registrierte er sich mit dem Ausweis von Gonzalo Chila beim Verband.

An dieser Stelle wäre das alles wohl noch irgendwie gerade zu biegen. Aber Angel Cheme Ortiz registrierte fortan auch Reisepass und natürlich vor allem den Spielerpass auf den falschen Namen. Und spielte tatsächlich sieben Jahre lang unter der falschen Identität in der ersten Liga. Bis kürzlich Gonzalo Chila auftauchte…

Der Verband sperrte Angel Cheme Ortiz für zwei Jahre. Wenn die Sperre abläuft, ist er neuerdings schon 31. Denn auch das Alter des drei Jahre jüngeren Ginzalo Chila hatte er angenommen. Dumm gelaufen.

(thespoiler.co.uk via soccer-warriors)

Tatsache: 28 Minuten Nachspielzeit

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Wahnsinnige 28 Minuten ließ der Schiedsrichter in der Bezirskliga-Partie zwischen Dostlukspor Bottrop und dem BW Wesel im August 2007 nachspielen. Schon die erste Halbzeit lief 58 Minuten. Nach der 90. Minute legte der Schiri dann nochmal ordentlich drauf.

“Ich habe den Standpunkt, dass ein Zuschauer, der Geld für 90 Minuten bezahlt, auch 90 Minuten zu sehen bekommen sollte. Wenn der Trainer der Meinung ist, auf Zeit spielen zu müssen, muss er damit rechnen, dass länger gespielt wird”, schrieb der Schiedsrichter in einer Stellungnahme. Die Partie endete 4:2 für Wesel, wann die Tore gefallen sind, ist leider nicht „aktenkundig“.

(via soccer-warriors.de)

Lee Todd: Die schnellste rote Karte

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Am 21. August 2010 sorgte der Kölner Youssef Mohamad für Aufsehen, als er nach 87 Sekunden seinen Gegenspieler umlegte. Dummerweise war der gerade auf dem Weg zum Tor und Mohamad nach Meinung des Schiedsrichters der einziger Kölner, der noch eingreifen könnte. Rot! Die schnellste rote Karte der Bundesliga. Dabei hatte erst in der Vorsaison der Mainzer Andreas Ivanschitz mit 188 Sekunden einen neuen Rekord aufgestellt. Doch nichts mit den Geschichtsbüchern, Andreas!

Doch natürlich hält die große weite Fußballwelt noch einige schnellere rote Karten parat. David Pratt von Chippenham Town FC wird oft als weltweiter Rekordhalter zitiert. Er kassierte nach 3 Sekunden nach rüdem Foulspiel die rote Karte. Der Amateurfußballer hat den Rekord aber nicht verdient, wenn man auch Ereignisse ohne Ball heranzieht. Denn für den walisische Amateur-Fußballer Lee Todd gab es schon nach zwei Sekunden Rot. Kurz nach dem lauten Anpfiff des Schiedsrichters reagierte er mit den Worten „Fuck me, that was loud“ auf den beginnenden Tinitus in seinem Ohr. Rot wegen Beleidigung.

Ganz streng genommen hat es ein Spieler sogar in 0 Sekunden geschafft. Nämlich, als das Spiel noch nicht einmal angepfiffen war. Walter Boyd streckte einen Gegenspieler kurz nach seiner Einwechslung mit einem Ellenbogencheck nieder, noch bevor der Schiedsrichter den vorher gegebenen Freistoß anpfeifen konnte.

Die Hosen voll: Gary Lineker

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Gary Lineker ist ehemaliger Nationalspieler der Engländer. Heute ist er über 50 Jahre alt. 20 Jahre nach dem WM-Spiel 1990 gegen Irland gesteht er heute: Er hatte die Hosen voll. Undzwar im wahrsten Sinne des Wortes! Das gestand er 2010 dem britischen Sender BBC5.

Trotz Magenproblemen lief er gegen die Iren auf und es “kam” sozusagen, wie es kommen musste. Er machte sich in die Hose. Mit verzerrtem Gesicht hockte er danach auf dem Boden und wühlte sich in der Hose herum. Beim nächsten Angriff nutzte er ein Stück Rasen um… ihr wisst schon.

Heute nimmt Gary Lineker den Durchfall Vorfall mit Humor. “Ich hatte Glück, dass es an dem Abend geregnet hat“, sagte er. Und er hätte noch nie soviel Platz auf dem Spielfeld gehabt, wie an diesem Abend.

(via fussball.de)