Fan ruft Polizei wegen vermeintlichen “Verbrechen” des Schiedsrichters

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Wenn man ein Verbrechen beobachtet, ruft man die Polizei. So fordert es die gute Erziehung. Gut erzogen war auch der 18-Jährige Zuschauer der Champions-League-Partie Manchester United gegen Real Madrid. Er beobachtete, wie der Schiedsrichter Cüneyt Cakir dem Spieler Nani die Rote Karte zeigte. Ein “Verbrechen”, wie er der Polizei wenig später im Notruf schildert. Er rief tatsächlich die Polizei! Inzwischen hat er sich reumütig entschuldigt.

Allerdings stand er mit seiner Meinung nicht alleine da. “Der Schiedsrichter hat Manchester getötet”, twitterte Ex-Nationalspieler Gary Lineker wenig später. Selbst Jose Mourinho, normalerweise nicht für Selbstkritik bekannt, räumte ein: “Das bessere Team hat verloren”.

Nach der Roten Karte beim Stand von 1:0 für Manchester drehte Real Madrid die Partie durch Tore von Modric und Ronaldo. Bis dahin sah es aus, als müssten die Königlichen im Viertelfinale tatsächlich schon die Segel streichen.

(via lvz und lvz)

Der erste Platzverweis im 864. Länderspiel

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Der Platzverweis von Ron-Robert Zieler im Länderspiel gegen Argentinien am 15. August 2012 war tatsächlich der erste Platzverweis für einen Torhüter in der über 104-jährigen Geschichte der DFB-Auswahl. Unglaublich, oder?

Dabei standen schon “positiv Verrückte” wie Jens Lehmann oder Oliver Kahn zwischen den Pfosten. Die haben ihre Nationalmannschaftskarrieren aber beide ohne Platzverweis überstanden. Auch der keineswegs immer zimperliche Toni Schuhmacher. Und so machte sich Ron-Robert Zieler im 864. Länderspiel unvergessen. Auch für ihn bleibt das Spiel unvergessen: Es war sein Debüt im A-Team. Das ein oder andere Tor soll er auch noch kassiert haben. Zieler in der BILD: “Ich hätte gern anders Geschichte geschrieben.”

(via bild und welt)

Schiedsrichter bricht Spieler das Nasenbein

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Ellenbogenchecks sind fies und das sie von den Schiedsrichtern konsequent geahndet werden sollen, ist eine gute Vorgabe. Denn schon unzählige Gesichtsknochen wurden durch Ellenbogen zerschmettert, am schnellsten bricht das Nasenbein. Der neuste Nasenbeinbruch eines prominenten Fußballers ist aber nicht auf einen Ellenbogencheck seines Gegenspielers zurückzuführen.

Für den Nasenbeinbruch von Daniel Bierofka sorgte derjenige, der selbige eigentlich verhindern soll: der Schiedsrichter. Der hatte das Spiel unterbrochen und wollte gerade anzeigen, in welche Richtung es weitergeht, als Bierofka in seine Spannweite kam. Folge: Robert Hartmann traf Bierofka mit dem ausgebreiteten Arm versehentlich im Gesicht. Nasenbeinbruch.

Zweitligist TSV 1860 München gewann das Testspiel am 26. Januar gegen den VfR Aalen mit 3:0, allerdings größtenteils ohne Bierofka, für den das Spiel nach dem “Platzverweis” schon nach 16 Minuten beendet war. “Das ist natürlich bitter”, kommentierte Löwen-Trailer Alexander Schmidt. In der Tat.

(via focus und zeit)

36 Rote Karten in einem Spiel

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Die schnellste Rote Karte der Welt kennen wir. Aber wo gibt es die meisten Roten Karten in einem Spiel? Die Antwort: In Südamerika, genauer gesagt Argentinien. Wir sind in der fünften Liga beim Spiel zwischen CA Claypole und Victoriano Arenas. Es fing relativ normal mit einer Gelb-Roten Karte, einer kleinen Rudelbildung und etwas Gemecker an. Doch die Emotionen schaukelten sich hoch.

Doch dann die zweite Rudelbildung, die Emotionen sind auf dem Höhepunkt und keinen Ersatzspieler und Betreuer hält es mehr auf der Bank. Spätestens jetzt verliert der arme Schiedsrichter Damien Rubino die Kontrolle. Fans mischen sich ein, Fäuste fliegen. Danach ist nicht mehr ganz klar, wer flieht und wer verfolgt. Spielabbruch.

Im Spielbericht vermerkt Damien Rubino, dass alle Spieler, Ersatzspieler und Trainer die Rote Karte wegen Beteiligung an den Auseinandersetzungen erhalten hätten. 36 Rote Karten sind das insgesamt. Claypole-Manager Sergio Micieli nahm die Spieler danach in Schutz: “Die meisten haben versucht, die Leute zu trennen und Ordnung herzustellen. Der Schiedsrichter war einfach durcheinander”, sagte Micieli. Hilft alles nix…

Und: Es gibt tatsächlich ein Video davon. YouTube sei Dank.

Übrigens. Der bisherige Rekord lag bei 20 Platzverweisen in Paraguay 1993.

(via fussball.de und t-online.de)

Lee Todd: Die schnellste rote Karte

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Am 21. August 2010 sorgte der Kölner Youssef Mohamad für Aufsehen, als er nach 87 Sekunden seinen Gegenspieler umlegte. Dummerweise war der gerade auf dem Weg zum Tor und Mohamad nach Meinung des Schiedsrichters der einziger Kölner, der noch eingreifen könnte. Rot! Die schnellste rote Karte der Bundesliga. Dabei hatte erst in der Vorsaison der Mainzer Andreas Ivanschitz mit 188 Sekunden einen neuen Rekord aufgestellt. Doch nichts mit den Geschichtsbüchern, Andreas!

Doch natürlich hält die große weite Fußballwelt noch einige schnellere rote Karten parat. David Pratt von Chippenham Town FC wird oft als weltweiter Rekordhalter zitiert. Er kassierte nach 3 Sekunden nach rüdem Foulspiel die rote Karte. Der Amateurfußballer hat den Rekord aber nicht verdient, wenn man auch Ereignisse ohne Ball heranzieht. Denn für den walisische Amateur-Fußballer Lee Todd gab es schon nach zwei Sekunden Rot. Kurz nach dem lauten Anpfiff des Schiedsrichters reagierte er mit den Worten „Fuck me, that was loud“ auf den beginnenden Tinitus in seinem Ohr. Rot wegen Beleidigung.

Ganz streng genommen hat es ein Spieler sogar in 0 Sekunden geschafft. Nämlich, als das Spiel noch nicht einmal angepfiffen war. Walter Boyd streckte einen Gegenspieler kurz nach seiner Einwechslung mit einem Ellenbogencheck nieder, noch bevor der Schiedsrichter den vorher gegebenen Freistoß anpfeifen konnte.